Ratgeber · 06. November 2026
Homepage Baukasten oder Agentur: was passt zu Ihnen?
Ein Baukasten ist günstig und schnell begonnen, eine Agentur nimmt Ihnen die Arbeit ab. Beides hat seinen Platz. Dieser Vergleich zeigt, wann der Baukasten reicht, welche Kosten man leicht übersieht und woran Sie erkennen, dass eine Agentur sinnvoller ist.
Wann reicht ein Baukasten?
Ein Baukasten ist eine gute Lösung für einen klar umrissenen Zweck: eine Visitenkarte im Netz mit Kontaktdaten, eine Vereinsseite, ein Angebot für einen kleinen Nebenerwerb oder ein erstes Testprojekt. Voraussetzung ist, dass Sie sich die Zeit nehmen, die Seite zu bauen, und dass sie nicht der wichtigste Weg zu neuen Kunden ist.
Auch wenn Sie Spaß an der Gestaltung haben und die Seite gern selbst anpassen, spricht nichts dagegen. Für viele Anwendungen ist ein Baukasten völlig ausreichend.
Welche Aufwände sehen Sie erst später?
- Ihre Zeit: Aufbau, Texte, Bilder, Pflege. Rechnen Sie Ihren Stundenwert mit, nicht nur die monatliche Gebühr
- Texte: gute Texte schreiben sich nicht von allein. Sie entscheiden darüber, ob Besucher anfragen
- Bilder: eigene Fotos wirken besser als Standardbilder, müssen aber erst entstehen
- Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls Einwilligungen müssen stimmen. Die Vorlagen des Anbieters ersetzen die Prüfung nicht
- Laufende Kosten: Tarif, Domain, Zusatzfunktionen. Preise ändern sich, vergleichen Sie vor dem Kauf die aktuellen Angebote und rechnen Sie über drei Jahre
- Abhängigkeit: die Seite läuft auf dem System des Anbieters. Wechseln Sie später, beginnen Sie in Teilen von vorn
Wie viel Zeit kostet ein Baukasten wirklich?
Die Werbung verspricht „in einem Nachmittag online". Das stimmt für eine leere Vorlage. Eine Seite, die Kunden überzeugt, braucht aber mehr: Sie müssen Ihr Angebot klar beschreiben, Texte schreiben und überarbeiten, passende Fotos organisieren, die Seite am Handy prüfen und rechtliche Texte ergänzen. Rechnen Sie das nicht in Stunden pro Seite, sondern in Tagen insgesamt.
Dazu kommt die Pflege. Öffnungszeiten, neue Leistungen, Referenzen und Aktionen müssen eingetragen werden, sonst wirkt die Seite schnell verlassen. Ein verlassener Auftritt schadet mehr als gar keiner.
Wo stößt ein Baukasten bei Suchmaschinen und Gestaltung an Grenzen?
Die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Anbieter. Typische Grenzen sind eingeschränkte Kontrolle über Seitenadressen, über die technische Ladezeit, über strukturierte Daten oder über den Seitenaufbau. Für einen kleinen Auftritt fällt das nicht ins Gewicht. Wenn Sie bei Google um Kunden konkurrieren, kann es sich bemerkbar machen.
Prüfen Sie vor der Wahl eines Anbieters, ob Sie Seitentitel, Beschreibungen, Überschriften und Adressen frei setzen können, ob eine Sitemap erzeugt wird und ob sich Weiterleitungen einrichten lassen. Wie wichtig diese Punkte sind, erklärt unsere Anleitung zur SEO-Optimierung.
Was spricht für eine Agentur?
Eine Agentur lohnt sich, wenn die Website Anfragen bringen soll und Sie Ihre Zeit für Ihr Kerngeschäft brauchen. Sie bekommen dann Beratung zur Struktur, Texte und Gestaltung nach Ihren Zielen, saubere Technik und jemanden, der sich um Pflege und Sicherheit kümmert. Vor allem aber wird die Website auf Suchbegriffe geplant, die Kunden wirklich eingeben.
Das hat seinen Preis und braucht Vertrauen. Achten Sie darauf, dass die Agentur Ihnen den Ablauf, den Leistungsumfang und die Kosten schriftlich nennt, dass Domain und Inhalte Ihnen gehören und dass Sie auch später noch wechseln können.
Gibt es einen Mittelweg?
Ja. Manche Betriebe lassen eine Agentur Struktur, Texte und Aufbau entwickeln und pflegen anschließend kleine Änderungen selbst. Andere bauen zunächst mit dem Baukasten und holen sich später Hilfe, wenn die Seite wichtiger wird. Wer so vorgeht, sollte früh auf saubere Adressen und eine Struktur achten, die sich später übernehmen lässt. Das spart beim Umzug Zeit. Wie ein solcher Umzug abläuft, steht im Beitrag WordPress Alternative, er gilt sinngemäß auch für Baukästen.
Wie vergleichen Sie fair?
Stellen Sie nicht Monatsgebühr gegen Projektpreis, sondern vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre inklusive Ihrer eigenen Zeit. Fragen Sie nach diesen Punkten:
- Gehört die Domain mir, und kann ich sie mitnehmen?
- Kann ich Inhalte und Texte vollständig exportieren?
- Wer kümmert sich um Sicherheit, Updates und Datenschutz?
- Kann ich Titel, Beschreibungen und Seitenadressen frei festlegen?
- Was passiert, wenn ich später mehr brauche, etwa einen Shop oder Terminbuchung?
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie kann ich kündigen?
Welche Modelle gibt es bei uns?
Wir arbeiten mit zwei Modellen: als Festpreis-Projekt oder als Monatspaket, bei dem Bau, Hosting, Betreuung und SEO in einer Rate stecken. Einen Überblick über die Kosten finden Sie unter Website-Kosten, das Monatsmodell erklärt Website mieten. Ob ein Baukasten oder ein Projekt mit uns besser passt, sagen wir Ihnen im Erstgespräch auch dann, wenn die Antwort Baukasten lautet.
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